FNM-Bericht 13. 10. 06
Mein Deck diesmal: Haakon-Gifts
Länder (24)
2 Plains
4 Island
4 Watery Grave
4 Hallowed Fountain
2 Godless Shrine
4 Adarkar Wastes
1 Caves of Koilos
1 Underground River
1 Dimir Aqueduct
1 Orzhov Basilica
Spells (24)
1 Peace of Mind
4 Condemn
4 Remand
4 Compulsive Research
4 Gifts Ungiven
3 Mortify
4 Wrath of God
Creatures (12)
1 Drowned Rusalka
1 Stromgald Crusader
1 White-Shield Crusader
1 Paladin en-Vec
1 Sky Hussar
4 Court Hussar
3 Haakon, Stromgald Scourge
Sideboard (15)
4 Spell Snare
4 Castigate
3 Umezawa’s Jitte
4 Descendant of Kiyomaro
Man könnte sagen, dieses Deck war ein kleines Experiment, da ich es zuvor noch nie getestet hatte, und erst am Vorabend zum Freitag zusammengebastelt habe - ich wollte es noch ausprobieren, solange Gifts Ungiven noch Typ II legal sind... =)
Die Idee hinter dem Deck ist eigentlich gar keine so komplizierte: einfach Haakon in Kombination mit ein paar verschiedenen Rittern und Gifts Ungiven, um das auf die Hand (bzw. in den Friedhof) zu bekommen, was man halt gerade brauchen kann.
Das Nette an der Sache: Hat man Haakon erstmal erfolgreich unter die Erde gebracht (ob nun via Compulsive Research, Peace of Mind, Drowned Rusalka oder Gifts Ungiven höchstpersönlich) kann man eben diese (Gifts) quasi dazu verwenden, um sich 4 beliebige Ritter aus dem Deck zu suchen, und auf die Hand zu nehmen - denn egal wie sich der Gegner dann auch entscheidet - dank Haakon, kann man ja sowieso alle ausspielen, auch die aus dem Friedhof =)
Die „Combo“: Haakon + Court Hussar
Mit Haakon im Spiel und Court Hussar im Friedhof hat man sozusagen „2U: look at the top three cards of your library, then put one of them into your hand and the rest on the bottom of your library in any order.” (sofern man kein weißes Mana für die Wiederbelebung des Court Hussars ausgibt - denn dann stirbt dieser sofort wieder, und kann auf diese Weise beliebig oft zwischen dem Reich der Lebenden und dem der Toten hin- und herwandern, wobei jedesmal aufs Neue seine Fähigkeit ausgelöst wird)
Runde 1
gegen: Benjamin Wagner-Mistlberger (Izzetron)
Spiel 1
Mit Banjamin als erstem Widersacher stand ich gleich zu Beginn des Abends vor einem harten und schwierigen Match! Die ersten paar Züge des ersten Spiels verbrachten wir beide erstmal nur damit, Länder zu legen. Als er dann nach einem Compulsive Research in seinem dritten Zug (das ich gleich einmal mit Remand beantwortete) ausgetappt war, nutzte ich sofort die günstige Gelegenheit, um mit einem Compulsive Research meinerseits 2 Haakons auf meinem Friedhof zu verbuddeln. Nachdem er Zugs darauf allerdings das letzte ihm noch fehlende Urza-Land ins Spiel brachte und damit das Trio komplett hatte, bahnten sich ernsthafte Schwierigkeiten für mich an! Nun konnte ich Benjamins Keiga weder mit Remand noch aufhalten, und sogar Gott höchstpersönlich stieß an die Grenzen seiner „Allmächtigkeit“, bei dem Versuch ihn mit seinem Zorn zu zerschmettern (Wrath of God) - angesichts Benjamins Counter-Magie waren alle Versuche, den legendären Stern der Gezeiten vom Himmel zu holen vergeblich - und schlussendlich war ich es, der per Demonfire (X = 10+) schön knusprig gebrutzelt wurde (Autsch!)
(0:1)
Nach dieser vernichtenden Niederlage durchsuchte ich mein Sideboard nach Antworten auf Benjamins fiese Zaubertricks - Ein klein bisschen Hilfe erhoffte ich mir von Castigate und Spell Snare - um wenigstens etwas gegen seine Counter-Magie in der Hand zu haben…
(doch mein Hoffen war leider vergebens)
Spiel 2
Anfangs war ich ja noch recht optimistisch was Spiel 2 anging, als Benjamin mir in meinem zweiten Zug bei Castigate eine Hand von 3 Izzet-Signets, 1 Rune Snag, 1 Compulsive Research und 1 Confiscate zeigte - mit nur einem Land im Spiel und keinem weiteren auf der Hand stand es nicht gerade gut um ihn… doch das Blatt sollte sich schon bald zu seinen Gunsten wenden. Denn nachdem ich ihm Compulsive Research aus dem Spiel enfernt hatte, war die nächste Karte, die Benjamin zog - wie auch nicht anders zu erwarten war - ein Land! Das ermöglichte es ihm, seine 3 Signets auszuspielen - und mit einem weiteren „ge-top-deck’ten“ Land 2 Züge darauf alle meine Länder mit einem (natürlich ebenfalls gerade erst abgehobenen) Wildfire dem Erdboden gleich zu machen. Damit war seine Glückssträhne aber noch keineswegs zu Ende… Während auf meiner Seite des Tables nun mehrere Züge lang nicht gerade die Hölle los war, hatte Benjamin genügend Zeit, wieder Länder nachzuziehen, die meinigen via Confiscate/Annex zu klauen, Meloku auszuspielen, und mich mit eben diesem, sowie ein paar fliegenden Illusion-tokens langsam und qualvollvoll zugrunde zu richten…
(0:2)
Tja, anscheinend sind riesige Geister-Drachen, mächtige Feuer-Zauber, sowie legendäre Mondvölker, und sogar kleine Illusionen meiner kleinen Armee langsam verfaulender, untoter Ritter einfach überlegen…
0 Punkte
Runde 2
gegen: Philipp Spindlbeck (B/W Aggro-Control)
Spiel 1
Im Spiel gegen Philipp ging mein Deck erstmals so richtig auf, ich kam während dieses Spiels allerdings auch zu dem Schluss, dass ich vielleicht besser ein anderes, schnelleres und weniger Control-lastiges Deck hätte wählen sollen, da dieses Deck ohnehin schon nicht gerade schnell seine Ziele erreicht, und es manchmal seine Zeit dauern kann, bis es zu einer Entscheidung kommt - mit dem ganzen Mitschreiben und Notizen für den Artikel nehmen, zog sich das ganze jedoch beinahe ewig hin, was nicht nur für mich, sondern auch für meine Gegner ganz schön mühsam war - an dieser Stelle eine Entschuldigung an alle, die ich Freitag-Abend beinahe in den Wahnsinn getrieben habe, mit meinen Notizen, und danke für eure Geduld!
Philipps Deck war im Grunde (von der Strategie her) gar nicht einmal so unterschiedlich von meinem… Während des Spiels waren wir beide eigentlich so gut wie nur damit beschäftigt, gegenseitig unsere Kreaturen zu killen…
• Castigate entfernt meinen Paladin en-Vec
• Disembowel killt meinen Court Hussar
• Castigate stiehlt mein Mortify
• Wrath of God killt seine Souls of the Faultless
• Last Gasp tötet meinen Stromgald Crusader
• Last Gasp tötet meinen Court Hussar
• Condemn verjagt seinen Dark Confidant
• Faith’s Fetters legt meinen White Shield Crusader auf Eis
• u.s.w….
Mein Vorteil bei der ganzen Sache war, dass meine Ritterschaft hartnäckig immer wieder zurückkehrt, sobald ihr Anführer erstmal im Spiel ist!
Gifts Ungiven brachten Haakon und Stromgald Crusader auf meine Hand, während White Shield Crusader und Sky Hussar in meinen Friedhof wanderten; Haakon folgte ihnen sogleich dorthin via Compulsive Research und sorgte dafür, dass keiner von Philipps Removal-Spells mehr meine Ritter für immer aus dem Verkehr ziehen konnte, während sein Nachschub an Blockern begrenzt war. Und so brachten mir meine Ritter nach einem langen und anstrengenden Spiel tatsächlich erstmals einen Sieg ein!
(1:0)
Spiel 2
Außer dass es Philipp diesmal beinahe gelang, alle meine Gifts Ungiven mit Castigate zu klauen, gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu Spiel 1. Nach 2 Castigates auf Gifts, findet Gifts nummer 3 schlussendlich Haakon, sowie Peace of Mind, Drowned Rusalka und Compulsive Research, um sicherzugehen, dass dieser auch sicher seinen Weg unter die Erde findet. Das letzte noch übrige Gifts Ungiven bringt 4 weitere Ritter ins Spiel - zuviel, als dass Philipp sie alle noch mit seinem Removal beseitigen könnte…
(2:0)
3 Punkte
Runde 3
gegen: Manuel W. (R/G/b Land Destruction)
Spiel 1
Angefangen hat das Spiel eigentlich ganz nett und gemütlich… abwechselnd legten wir beide unsere Länder in den ersten paar Zügen, und ich lauschte Manuels Ausführungen über die „Schwulheit“ der Dual-Länder. Doch dann zerstörte er die idyllische Stimmung, indem er mein armes Dimir Aqueduct einfach mit einem Stone Rain platt machte! Und nicht genug damit - sogar meine Orzhov Basilica zerstörte er mir - und ich konnte mich noch nicht mal dagegen wehren, weil sein Wreak Havok immun gegen Counters war!
Glücklicherweise schaffte ich es mit Remand und Condemn die Lage noch einigermaßen zu stabilisieren, bis sich meine Mana-base von diesem Schock wieder etwas erholt hatte. Und nachdem ich Haakon via Compulsive Research sicher in meinem Friedhof verstaut hatte, brachte mir ein erstes Gifts Ungiven wieder die nötigen Länder, um die diversen Ritter, die ich mit einem zweiten Gifts Ungiven zusammentrommelte, auszuspielen und an Manuel Rache zu nehmen - dafür, einfach seine Zerstörungswut an meinen unschuldigen Ländern auszulassen!
(1:0)
Spiel 2
Wieder verlief das zweite Spiel ähnlich wie Spiel 1; Stone Rain, Wreak Havoc und Wrecking Ball nagten an meiner Manabase, während ich Compulsive Research dazu verwendete, Haakon dorthin zu bringen, wo er hin gehört; Gifts Ungiven versammelte seine Gefolgschaft um ihn, und mit vereinten Kräften gelang es meiner Ritterschaft siegreich aus der Schlacht hervorzugehen.
(2:0)
Es dauerte allerdings auch wieder seine Zeit, bis es zu einer Entscheidung kam - erst im vierten Extra-Turn gelang es mir, Manuels Lebenspunkte unter null zu bringen! Ich sollte beim nächsten Turnier, über das ich berichte, also wirklich ein etwas schnelleres Deck wählen!
6 Punkte
Runde 4
gegen: Summereder Phips (Heartbeat of Spring Combo)
Spiel 1
Eigentlich hätte sich Phips an diesem Abend ja gerne mein Gruul-Deck ausgeborgt; aufgrund von Kommunikations-Schwierigkeiten (vielleicht habe ich einfach nur nicht aufmerksam genug zugehört, als er mir das am Vortag sagte… =P) kam es dann allerdings, dass er ein anderes und - wie ich finde - sehr interessantes Deck spielte (was bei ihm ja sowieso leider viel zu selten der Fall ist - naja, zumindest findet ER es interessant, seinen Gegner mit 1000 Counterspells in den Wahnsinn zu treiben…)
Wenigstens bekam ich so die Gelegenheit, einmal gegen Heartbeat zu spielen, da ich dieses Deck sowieso nur aus dem Internet kannte. Das erste Spiel war dafür auch schnell wieder zu Ende… Während ich noch damit beschäftigt war, Haakon zu beerdigen (via. Compulsive Research), ließ Phips seinen Sensei’s Divining Top kreiseln, dass es nur so rauchte. Und sowie er 2x Heartbeat of Spring im Spiel hatte, war das für mich auch schon das Game Over. Weird Harvest (X = 5) brachte ihm 3x Drift of Phantasms , 1x Sakura-Tribe Elder und 1x Maga, Traitor to Mortals auf die Hand; den ersten Drift of Phantasms transmutierte er in Kodama’s Reach, das ihm einen Sumpf ins Spiel und ein weiteres Land auf die Hand brachte; der zweite und dritte Drift of Phantasms verwandelten sich in Early Harvest, und mit besagten 2 Heartbeat im Spiel produzierten diese genug Mana, um Maga die nötige Kraft zu verleihen, mir mit einem Schlag alle Lichter auszublasen.
(0:1)
Mein größtes Problem gegen Phips’ Deck war, dass ich haufenweise tote Karten im Deck hatte - all mein schönes Removal - nutzlos! Also trennte ich mich nach Spiel 1 von Condemn und Wrath of God, und hoffte auf die Hilfe von Castigate und Spell Snare (auch wenn letzteres eigentlich nur gegen 3 verschiedene Karten von Nutzen war - erstens Sakura-Tribe Elder, zweitens Muddle the Miture und drittens Remand - aber immer noch besser als WoG oder Condemn - die genau gar nichts helfen würden)
Spiel 2
Auch Spiel 2 war überraschend schnell zu Ende - wenn auch mit anderem Ausgang als das Vorige. Nachdem ich ein Heartbeat mit Mortify zerstört hatte, und dann mit Castigate Early Harvest aus dem Spiel entfernte, packte Phips kurzerhand seine Karten zusammen, und gab auf. So einfach kanns sein…
(1:1)
Spiel 3
Im dritten Spiel war es möglicherweise Phips’ Sideboard (Gigadrowse), das ihm den Sieg einbrachte. Nachdem er mir in meinem End of Turn Segment sämtliche Länder getappt hatte, konnte er in seinem Zug ungestört seine Combo abziehen, ohne dass ich etwas dagegen unternehmen hätte können - vielleicht hätte ich mit Mortify, Remand und Spell Snare (alle auf meiner Hand) ja sonst noch ein anderes Ende erzielen können… (auch wenn meine Chancen ohnehin schlecht gestanden wären)
(2:1)
Tja, das Match hatte ich verloren - vielleicht hätte ich einfach doch besser aufpassen sollen, als Phips mich um mein Deck gebeten hatte, und es ihm borgen - dann hätte alles möglicherweise ganz anders ausgesehen… selber schuld!
6 Punkte
Runde 5
gegen: Töltsch Fabian (U/B/w Reanimator-Control)
Spiel 1
Die ersten paar Züge veriefen noch vergleichsweise ruhig... Ich war „ausnahmsweise“ wieder mal damit beschäftigt, Haakon in meinen Friedhof zu bekommen (dieses mal mit Drowned Rusalka); mein Gegner tat es mir gleich und füllte seinen eigenen inzwischen mit ein paar Fatties (via 2 x Compulsive Research).
Ab dann kam es zu mehr Action…
• Ich spiele Haakon aus meinem Friedhof, er reanimiert Kokusho mit Zombify
• Ich verbanne seinen Kokusho mit Condemn, er tötet meinen Haakon mit Mortify
• Ich spiele Haakon wieder aus, er spielt Blind Hunter
• Ich verbanne seinen Blind Hunter mit Condemn, er tötet meinen Haakon mit Mortify
Und so ging es weiter bis meinem Gegner endlich der Saft ausging; nur meine Ritter kehrten immer wieder - dank Haakon! Und auch der Schutz vor Schwarz und Weiß meiner Kreaturen war äußerst hilfreich - denn so konnte ein gegnerischer Angel of Despair nie blocken, was mir schlussendlich den Sieg einbrachte.
(1:0)
Spiel 2
Im zweiten Spiel zerstörte mir mein Gegner noch 2 Länder mit reanimierten Angel of Despairs, sowie Peace of Mind mit Mortify und neutralisierte mir 2x Gifts Ungiven, sowie ein Condemn via 3x Mana Leak, bevor schließlich auch der letzte Extra-Turn um war, ohne dass es zu einer Entscheidung gekommen wäre - was mich noch einmal daran erinnerte, nächstes mal bloß nicht wieder ein so langsames Deck zu spielen, wie dieses Mal!
(1:0)
Endergebnis: 9 Punkte
Länder (24)
2 Plains
4 Island
4 Watery Grave
4 Hallowed Fountain
2 Godless Shrine
4 Adarkar Wastes
1 Caves of Koilos
1 Underground River
1 Dimir Aqueduct
1 Orzhov Basilica
Spells (24)
1 Peace of Mind
4 Condemn
4 Remand
4 Compulsive Research
4 Gifts Ungiven
3 Mortify
4 Wrath of God
Creatures (12)
1 Drowned Rusalka
1 Stromgald Crusader
1 White-Shield Crusader
1 Paladin en-Vec
1 Sky Hussar
4 Court Hussar
3 Haakon, Stromgald Scourge
Sideboard (15)
4 Spell Snare
4 Castigate
3 Umezawa’s Jitte
4 Descendant of Kiyomaro
Man könnte sagen, dieses Deck war ein kleines Experiment, da ich es zuvor noch nie getestet hatte, und erst am Vorabend zum Freitag zusammengebastelt habe - ich wollte es noch ausprobieren, solange Gifts Ungiven noch Typ II legal sind... =)
Die Idee hinter dem Deck ist eigentlich gar keine so komplizierte: einfach Haakon in Kombination mit ein paar verschiedenen Rittern und Gifts Ungiven, um das auf die Hand (bzw. in den Friedhof) zu bekommen, was man halt gerade brauchen kann.
Das Nette an der Sache: Hat man Haakon erstmal erfolgreich unter die Erde gebracht (ob nun via Compulsive Research, Peace of Mind, Drowned Rusalka oder Gifts Ungiven höchstpersönlich) kann man eben diese (Gifts) quasi dazu verwenden, um sich 4 beliebige Ritter aus dem Deck zu suchen, und auf die Hand zu nehmen - denn egal wie sich der Gegner dann auch entscheidet - dank Haakon, kann man ja sowieso alle ausspielen, auch die aus dem Friedhof =)
Die „Combo“: Haakon + Court Hussar
Mit Haakon im Spiel und Court Hussar im Friedhof hat man sozusagen „2U: look at the top three cards of your library, then put one of them into your hand and the rest on the bottom of your library in any order.” (sofern man kein weißes Mana für die Wiederbelebung des Court Hussars ausgibt - denn dann stirbt dieser sofort wieder, und kann auf diese Weise beliebig oft zwischen dem Reich der Lebenden und dem der Toten hin- und herwandern, wobei jedesmal aufs Neue seine Fähigkeit ausgelöst wird)
Runde 1
gegen: Benjamin Wagner-Mistlberger (Izzetron)
Spiel 1
Mit Banjamin als erstem Widersacher stand ich gleich zu Beginn des Abends vor einem harten und schwierigen Match! Die ersten paar Züge des ersten Spiels verbrachten wir beide erstmal nur damit, Länder zu legen. Als er dann nach einem Compulsive Research in seinem dritten Zug (das ich gleich einmal mit Remand beantwortete) ausgetappt war, nutzte ich sofort die günstige Gelegenheit, um mit einem Compulsive Research meinerseits 2 Haakons auf meinem Friedhof zu verbuddeln. Nachdem er Zugs darauf allerdings das letzte ihm noch fehlende Urza-Land ins Spiel brachte und damit das Trio komplett hatte, bahnten sich ernsthafte Schwierigkeiten für mich an! Nun konnte ich Benjamins Keiga weder mit Remand noch aufhalten, und sogar Gott höchstpersönlich stieß an die Grenzen seiner „Allmächtigkeit“, bei dem Versuch ihn mit seinem Zorn zu zerschmettern (Wrath of God) - angesichts Benjamins Counter-Magie waren alle Versuche, den legendären Stern der Gezeiten vom Himmel zu holen vergeblich - und schlussendlich war ich es, der per Demonfire (X = 10+) schön knusprig gebrutzelt wurde (Autsch!)
(0:1)
Nach dieser vernichtenden Niederlage durchsuchte ich mein Sideboard nach Antworten auf Benjamins fiese Zaubertricks - Ein klein bisschen Hilfe erhoffte ich mir von Castigate und Spell Snare - um wenigstens etwas gegen seine Counter-Magie in der Hand zu haben…
(doch mein Hoffen war leider vergebens)
Spiel 2
Anfangs war ich ja noch recht optimistisch was Spiel 2 anging, als Benjamin mir in meinem zweiten Zug bei Castigate eine Hand von 3 Izzet-Signets, 1 Rune Snag, 1 Compulsive Research und 1 Confiscate zeigte - mit nur einem Land im Spiel und keinem weiteren auf der Hand stand es nicht gerade gut um ihn… doch das Blatt sollte sich schon bald zu seinen Gunsten wenden. Denn nachdem ich ihm Compulsive Research aus dem Spiel enfernt hatte, war die nächste Karte, die Benjamin zog - wie auch nicht anders zu erwarten war - ein Land! Das ermöglichte es ihm, seine 3 Signets auszuspielen - und mit einem weiteren „ge-top-deck’ten“ Land 2 Züge darauf alle meine Länder mit einem (natürlich ebenfalls gerade erst abgehobenen) Wildfire dem Erdboden gleich zu machen. Damit war seine Glückssträhne aber noch keineswegs zu Ende… Während auf meiner Seite des Tables nun mehrere Züge lang nicht gerade die Hölle los war, hatte Benjamin genügend Zeit, wieder Länder nachzuziehen, die meinigen via Confiscate/Annex zu klauen, Meloku auszuspielen, und mich mit eben diesem, sowie ein paar fliegenden Illusion-tokens langsam und qualvollvoll zugrunde zu richten…
(0:2)
Tja, anscheinend sind riesige Geister-Drachen, mächtige Feuer-Zauber, sowie legendäre Mondvölker, und sogar kleine Illusionen meiner kleinen Armee langsam verfaulender, untoter Ritter einfach überlegen…
0 Punkte
Runde 2
gegen: Philipp Spindlbeck (B/W Aggro-Control)
Spiel 1
Im Spiel gegen Philipp ging mein Deck erstmals so richtig auf, ich kam während dieses Spiels allerdings auch zu dem Schluss, dass ich vielleicht besser ein anderes, schnelleres und weniger Control-lastiges Deck hätte wählen sollen, da dieses Deck ohnehin schon nicht gerade schnell seine Ziele erreicht, und es manchmal seine Zeit dauern kann, bis es zu einer Entscheidung kommt - mit dem ganzen Mitschreiben und Notizen für den Artikel nehmen, zog sich das ganze jedoch beinahe ewig hin, was nicht nur für mich, sondern auch für meine Gegner ganz schön mühsam war - an dieser Stelle eine Entschuldigung an alle, die ich Freitag-Abend beinahe in den Wahnsinn getrieben habe, mit meinen Notizen, und danke für eure Geduld!
Philipps Deck war im Grunde (von der Strategie her) gar nicht einmal so unterschiedlich von meinem… Während des Spiels waren wir beide eigentlich so gut wie nur damit beschäftigt, gegenseitig unsere Kreaturen zu killen…
• Castigate entfernt meinen Paladin en-Vec
• Disembowel killt meinen Court Hussar
• Castigate stiehlt mein Mortify
• Wrath of God killt seine Souls of the Faultless
• Last Gasp tötet meinen Stromgald Crusader
• Last Gasp tötet meinen Court Hussar
• Condemn verjagt seinen Dark Confidant
• Faith’s Fetters legt meinen White Shield Crusader auf Eis
• u.s.w….
Mein Vorteil bei der ganzen Sache war, dass meine Ritterschaft hartnäckig immer wieder zurückkehrt, sobald ihr Anführer erstmal im Spiel ist!
Gifts Ungiven brachten Haakon und Stromgald Crusader auf meine Hand, während White Shield Crusader und Sky Hussar in meinen Friedhof wanderten; Haakon folgte ihnen sogleich dorthin via Compulsive Research und sorgte dafür, dass keiner von Philipps Removal-Spells mehr meine Ritter für immer aus dem Verkehr ziehen konnte, während sein Nachschub an Blockern begrenzt war. Und so brachten mir meine Ritter nach einem langen und anstrengenden Spiel tatsächlich erstmals einen Sieg ein!
(1:0)
Spiel 2
Außer dass es Philipp diesmal beinahe gelang, alle meine Gifts Ungiven mit Castigate zu klauen, gibt es keine nennenswerten Unterschiede zu Spiel 1. Nach 2 Castigates auf Gifts, findet Gifts nummer 3 schlussendlich Haakon, sowie Peace of Mind, Drowned Rusalka und Compulsive Research, um sicherzugehen, dass dieser auch sicher seinen Weg unter die Erde findet. Das letzte noch übrige Gifts Ungiven bringt 4 weitere Ritter ins Spiel - zuviel, als dass Philipp sie alle noch mit seinem Removal beseitigen könnte…
(2:0)
3 Punkte
Runde 3
gegen: Manuel W. (R/G/b Land Destruction)
Spiel 1
Angefangen hat das Spiel eigentlich ganz nett und gemütlich… abwechselnd legten wir beide unsere Länder in den ersten paar Zügen, und ich lauschte Manuels Ausführungen über die „Schwulheit“ der Dual-Länder. Doch dann zerstörte er die idyllische Stimmung, indem er mein armes Dimir Aqueduct einfach mit einem Stone Rain platt machte! Und nicht genug damit - sogar meine Orzhov Basilica zerstörte er mir - und ich konnte mich noch nicht mal dagegen wehren, weil sein Wreak Havok immun gegen Counters war!
Glücklicherweise schaffte ich es mit Remand und Condemn die Lage noch einigermaßen zu stabilisieren, bis sich meine Mana-base von diesem Schock wieder etwas erholt hatte. Und nachdem ich Haakon via Compulsive Research sicher in meinem Friedhof verstaut hatte, brachte mir ein erstes Gifts Ungiven wieder die nötigen Länder, um die diversen Ritter, die ich mit einem zweiten Gifts Ungiven zusammentrommelte, auszuspielen und an Manuel Rache zu nehmen - dafür, einfach seine Zerstörungswut an meinen unschuldigen Ländern auszulassen!
(1:0)
Spiel 2
Wieder verlief das zweite Spiel ähnlich wie Spiel 1; Stone Rain, Wreak Havoc und Wrecking Ball nagten an meiner Manabase, während ich Compulsive Research dazu verwendete, Haakon dorthin zu bringen, wo er hin gehört; Gifts Ungiven versammelte seine Gefolgschaft um ihn, und mit vereinten Kräften gelang es meiner Ritterschaft siegreich aus der Schlacht hervorzugehen.
(2:0)
Es dauerte allerdings auch wieder seine Zeit, bis es zu einer Entscheidung kam - erst im vierten Extra-Turn gelang es mir, Manuels Lebenspunkte unter null zu bringen! Ich sollte beim nächsten Turnier, über das ich berichte, also wirklich ein etwas schnelleres Deck wählen!
6 Punkte
Runde 4
gegen: Summereder Phips (Heartbeat of Spring Combo)
Spiel 1
Eigentlich hätte sich Phips an diesem Abend ja gerne mein Gruul-Deck ausgeborgt; aufgrund von Kommunikations-Schwierigkeiten (vielleicht habe ich einfach nur nicht aufmerksam genug zugehört, als er mir das am Vortag sagte… =P) kam es dann allerdings, dass er ein anderes und - wie ich finde - sehr interessantes Deck spielte (was bei ihm ja sowieso leider viel zu selten der Fall ist - naja, zumindest findet ER es interessant, seinen Gegner mit 1000 Counterspells in den Wahnsinn zu treiben…)
Wenigstens bekam ich so die Gelegenheit, einmal gegen Heartbeat zu spielen, da ich dieses Deck sowieso nur aus dem Internet kannte. Das erste Spiel war dafür auch schnell wieder zu Ende… Während ich noch damit beschäftigt war, Haakon zu beerdigen (via. Compulsive Research), ließ Phips seinen Sensei’s Divining Top kreiseln, dass es nur so rauchte. Und sowie er 2x Heartbeat of Spring im Spiel hatte, war das für mich auch schon das Game Over. Weird Harvest (X = 5) brachte ihm 3x Drift of Phantasms , 1x Sakura-Tribe Elder und 1x Maga, Traitor to Mortals auf die Hand; den ersten Drift of Phantasms transmutierte er in Kodama’s Reach, das ihm einen Sumpf ins Spiel und ein weiteres Land auf die Hand brachte; der zweite und dritte Drift of Phantasms verwandelten sich in Early Harvest, und mit besagten 2 Heartbeat im Spiel produzierten diese genug Mana, um Maga die nötige Kraft zu verleihen, mir mit einem Schlag alle Lichter auszublasen.
(0:1)
Mein größtes Problem gegen Phips’ Deck war, dass ich haufenweise tote Karten im Deck hatte - all mein schönes Removal - nutzlos! Also trennte ich mich nach Spiel 1 von Condemn und Wrath of God, und hoffte auf die Hilfe von Castigate und Spell Snare (auch wenn letzteres eigentlich nur gegen 3 verschiedene Karten von Nutzen war - erstens Sakura-Tribe Elder, zweitens Muddle the Miture und drittens Remand - aber immer noch besser als WoG oder Condemn - die genau gar nichts helfen würden)
Spiel 2
Auch Spiel 2 war überraschend schnell zu Ende - wenn auch mit anderem Ausgang als das Vorige. Nachdem ich ein Heartbeat mit Mortify zerstört hatte, und dann mit Castigate Early Harvest aus dem Spiel entfernte, packte Phips kurzerhand seine Karten zusammen, und gab auf. So einfach kanns sein…
(1:1)
Spiel 3
Im dritten Spiel war es möglicherweise Phips’ Sideboard (Gigadrowse), das ihm den Sieg einbrachte. Nachdem er mir in meinem End of Turn Segment sämtliche Länder getappt hatte, konnte er in seinem Zug ungestört seine Combo abziehen, ohne dass ich etwas dagegen unternehmen hätte können - vielleicht hätte ich mit Mortify, Remand und Spell Snare (alle auf meiner Hand) ja sonst noch ein anderes Ende erzielen können… (auch wenn meine Chancen ohnehin schlecht gestanden wären)
(2:1)
Tja, das Match hatte ich verloren - vielleicht hätte ich einfach doch besser aufpassen sollen, als Phips mich um mein Deck gebeten hatte, und es ihm borgen - dann hätte alles möglicherweise ganz anders ausgesehen… selber schuld!
6 Punkte
Runde 5
gegen: Töltsch Fabian (U/B/w Reanimator-Control)
Spiel 1
Die ersten paar Züge veriefen noch vergleichsweise ruhig... Ich war „ausnahmsweise“ wieder mal damit beschäftigt, Haakon in meinen Friedhof zu bekommen (dieses mal mit Drowned Rusalka); mein Gegner tat es mir gleich und füllte seinen eigenen inzwischen mit ein paar Fatties (via 2 x Compulsive Research).
Ab dann kam es zu mehr Action…
• Ich spiele Haakon aus meinem Friedhof, er reanimiert Kokusho mit Zombify
• Ich verbanne seinen Kokusho mit Condemn, er tötet meinen Haakon mit Mortify
• Ich spiele Haakon wieder aus, er spielt Blind Hunter
• Ich verbanne seinen Blind Hunter mit Condemn, er tötet meinen Haakon mit Mortify
Und so ging es weiter bis meinem Gegner endlich der Saft ausging; nur meine Ritter kehrten immer wieder - dank Haakon! Und auch der Schutz vor Schwarz und Weiß meiner Kreaturen war äußerst hilfreich - denn so konnte ein gegnerischer Angel of Despair nie blocken, was mir schlussendlich den Sieg einbrachte.
(1:0)
Spiel 2
Im zweiten Spiel zerstörte mir mein Gegner noch 2 Länder mit reanimierten Angel of Despairs, sowie Peace of Mind mit Mortify und neutralisierte mir 2x Gifts Ungiven, sowie ein Condemn via 3x Mana Leak, bevor schließlich auch der letzte Extra-Turn um war, ohne dass es zu einer Entscheidung gekommen wäre - was mich noch einmal daran erinnerte, nächstes mal bloß nicht wieder ein so langsames Deck zu spielen, wie dieses Mal!
(1:0)
Endergebnis: 9 Punkte
Marth - 13. Okt, 16:00
